Leben in Deutschland – Arbeiten in der Schweiz

Grenzgänger Krankenversicherung nach KVG:

  • Krankenversicherung für Grenzgänger Deutschland – Schweiz

  • Optionen vergleichen und Geld sparen

  • EU/EFTA-Modell mit Formular E106

  • Kompetente und unverbindliche Beratung durch Experten

KOSTENLOSE BERATUNG: +49 7621 71172

Die besten Angebote 2020

ab 168,80 CHF

(pro Monat)

Jetzt Tarife vergleichen

Krankenkasse und Krankenversicherung für Grenzgänger

Für die Krankenversicherung als Grenzgänger spielt es keine Rolle, ob Sie in der Schweiz wohnhaft sind oder ausschließlich dort erwerbstätig. Das Schweizer Rechtssystem kennt hier keinen Unterschied. Sobald Sie in der Schweiz sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, unterliegen Sie automatisch der obligatorischen Versicherungspflicht gemäß des Krankenversicherungsgesetztes (KVG). Sie müssen sich bei einer Krankenkasse versichern. Als Grenzgänger genießen jedoch einen wichtigen Vorteil.

Sie haben die Möglichkeit zu wählen, wie und wo Sie versichert sein möchten. Das bedeutet, Sie lassen sich entweder in der gesetzlichen Schweizer Krankenversicherung versichern oder Sie nutzen Ihr Optionsrecht und lassen sich von der Schweizer Pflichtversicherung befreien. Sie können sich dann weiterhin in Deutschland bei der gesetzlichen Krankenkasse oder einer privaten Krankenversicherung versichert bleiben. Wer von seinem Optionsrecht Gebrauch machen möchte, muss allerdings bestimmte Auflagen und Fristen erfüllen.

Das wichtigste in Kürze
  • Krankenversicherung ist in der Schweiz Pflicht
  • Als Grenzgänger genießen Sie ein Optionsrecht und können eine deutsche oder schweizerische Krankenversicherung wählen
  • Die Grundversicherung in der Schweiz ist verhätnismäßig günstig
  • Durch das EU/EFTA System können Sie in Deutschland und der Schweiz zum Arzt gehen
  • In der Schweiz gibt es Franchise (Selbstbehalt) und Selbstbeteiligung nach Krankenversicheurngsgesetz
Grenzgänger Tarife ab 168,80 CHF

Die 3 Möglichkeiten der Krankenversicherung

Wo muss ich mich als Grenzgänger krankenversichern? Diese Entscheidung obliegt alleine Ihnen. Wenn Sie in Deutschland leben und in der Schweiz arbeiten, können Sie sich die Krankenversicherung aussuchen. Bei diesem Wohn-Arbeits-Modell entscheiden Sie zwischen drei unterschiedlichen Varianten und wählen die am besten Passende Grundversicherung für Ihre Wünsche und Bedürfnisse.

Option 1: Sie entscheiden sich für eine Krankenversicherung in der Schweiz und wählen eine Schweizer Krankenkasse, wie bspw. Sympany oder Helsana.

Option 2: Sie wählen eines der beiden deutschen Systeme (privat/gesetzlich) und schließen Ihre Versicherung in Deutschland ab.

Das Grenzgänger-System gibt Ihnen als Arbeitnehmer die notwendige Freiheit und den Spielraum, um für sich und Ihre Familie das optimale Modell abzuschließen. Wichtig ist es, dabei die länderspezifischen Eigenheiten und systematischen Unterschiede der Krankenversicherung für Grenzgänger zu beachten. Versichern Sie sich allein oder die ganze Familie? Sind Sie langfristig oder nur für kurze Zeit in der Schweiz arbeitstätig? Wie wollen Sie im Rentenalter versichert sein? Wir helfen Ihnen, die richtigen Fragen zu stellen und die bestmögliche Absicherung für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Schweizer KVG

Schweizer Krankenversicherung

Deutsche PKV

Private Krankenversicherung

Deutsche GKV

Gesetzliche Krankenversicherung

Das Optionsrecht nach KVG: Befreiung von der Versicherungspflicht in der Schweiz

Für die Grundversicherung besteht als Grenzgänger generell Versicherungspflicht. Das schweizer Kanton, in dem sich Ihre Arbeitsstelle befindet, muss Sie der gesetzlichen Pflichtversicherung der Schweiz zuzuweisen. Wenn Sie in der Schweiz arbeiten, werden Sie also automatisch in der schweizer Versicherung pflichtversichert. Wollen Sie das nicht, müssen Sie ein entsprechendes Befreiungsgesuch stellen.

Eine stillschweigende Befreiung, wie sie in der Vergangenheit durchaus gängig war, ist heute nicht mehr möglich.

Für die Befreiung von der Versicherungspflicht müssen Sie ein schriftliches Gesuch bei Ihrem Arbeitskanton einreichen. Dafür weisen Sie bei der zuständigen Behörde nach, dass Sie in Deutschland über eine Versicherung verfügen. Ihre gesetzliche oder private Krankenversicherung muss den Versicherungsschutz im Krankheitsfall auch während des Aufenthalts in der Schweiz abdecken. Der Nachweis darüber kann beispielsweise über die europäische Versicherungskarte erfolgen. Sie erhalten die Karte auf Anfrage bei Ihrer Krankenkasse in Deutschland.

Fristen und Wechselmöglichkeiten: Die Wahl der Krankenversicherung

Die wichtigste Frage: Wann muss ich mich als Grenzgänger für eine Krankenversicherung entscheiden? Innerhalb von drei Monaten. So lange gilt Ihr Optionsrecht für die Schweiz. Während dieser Zeit können Sie entweder in die Krankenkasse der Schweiz (Pflichtversicherung gemäß Krankenversicherungsgesetz) eintreten oder sich von dieser Pflichtversicherung per Formular befreien lassen und eine Krankenversicherung für Grenzgänger in Deutschland wählen.

Eine Entscheidung für die Befreiung von der Pflichtversicherung gemäß KVG und den Wechsel in die private oder gesetzliche Versicherung in Deutschland ist in Ausnahmefällen auch noch zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Anlässe sind beispielsweise eine Heirat oder die Geburt eines Kindes. Tritt diese Situation ein, müssen Sie innerhalb von drei Monaten nach dem Ereignis beim zuständigen Kanton einen entsprechenden Antrag stellen.

Es ist wichtig zu wissen: Seit März 2017 können Sie von Ihrem Optionsrecht, bzw. der Befreiung der Pflichtversicherung nur noch einmal Gebrauch machen. Sobald Sie sich von der Versicherungspflicht nach KVG befreien lassen, ist der Wechsel zurück in eine Schweizer Versicherung nicht mehr möglich.

Für diesen Fall gibt es keine Ausnahmesituationen. Die Änderung des Familienstandes durch Heirat, Scheidung, Todesfall oder Geburt eines Kindes sind keine auslösenden Kriterien für einen Wechsel zur Schweizer Kasse. Damit fällt die attraktive Option weg, sich als Single privat in Deutschland zu versichern und mit der Familiengründung wieder in die gesetzliche Krankenkasse der Schweiz zu wechseln.

EU / EFTA Formular E 106: gesetzliche Krankenkasse als Aushilfskasse

Was passiert, wenn ich in Deutschland zum Arzt gehe? Sofern Sie in der deutschen Krankenversicherung sind, existiert für Sie kein Unterschied. Falls Sie in der Schweiz versichert sind, benötigen Sie die Regelung nach EU / EFTA Formular 106.

Auf Grundlage eines zwischenstaatlichen Abkommens zur Sozialversicherung können Grenzgänger im Krankheitsfall auch Leistungen am deutschen Wohnort beziehen. Dafür muss der Arbeitnehmer das von der Schweizer Versicherungsgesellschaft bestätigte Formular E 106 einer deutschen gesetzlichen Krankenkasse (Aushilfskasse) vorlegen. Der in der Schweiz versicherte Grenzgänger erhält kostenlos eine weitere Versichertenkarte dieser deutschen Aushilfskasse.

Ob Sie als Aushilfskasse die AOK, Techniker, Barmer oder eine andere Kasse wählen, können Sie dabei selbst entscheiden.Es empfielt sich, bei der alten Kasse zu bleiben und dort lediglich den Status als Grenzgänger nach E 106 anzugeben.

Ein Vorteil bei dieser Variante ist, dass weder Franchsie bzw. Selbstbehalt oder eine Kostenbeteiligung (Selbstbeteiligung) anfällt. Die deutschen Ärzte und Zahnärzte rechnen direkt mit der deutschen gesetzlichen Aushilfskasse ab. Diese wiederum wendet sich an Ihre Schweizer Krankenkasse und lässt sich die Arzt- und Behandlungskosten erstatten. Prinzipiell werden Sie in Deutschland also wie ein ganz normal gesetzliche Krankenversicherter behandelt.

Welche Krankenversicherung als Grenzgänger ist die Richtige? Rufen Sie uns an. Wir beraten Sie individuell und persönlich.

Ländervergleich: Grundversicherung in Deutschland und der Schweiz

Krankenversicherung nach KVG

Schweiz

  • In der Schweiz gibt es für alle Arbeitnehmer eine Pflicht zur Krankenversicherung nach KVG (Krankenversicherungsgesetz). Es gibt keine private Krankenversicherung. Der Leistungskatalog ist bei allen gesetzlichen Krankenkassen wie Sympany oder Helsana gleich.
  • In der Schweiz gibt es eine Selbstbeteiligung von 10 Prozent (max. 700 CHF). Zusätzlich gibt es eine Franchise (Selbstbehalt) von max. 300 CHF. Eigenanteil pro Jahr = max. 1.000 CHF
  • In der Schweiz gibt es für Grenzgänger keine Leistungen für Zahnbehandlungen, Prophylaxe und Zahnersatz. Eine Absicherung durch eine deutsche Zusatzversicherung ist empfehlenswert.
  • Es gibt keine Pflegepflichtversicherung nach KVG für Grenzgänger. Im Pflegefall erhalten Sie Leistungshilfe nach dem Sachleistungsprinzip der deutschen Aushilfskasse. Eine ergänzende Pflegezusatzversicherung ist sehr zu empfehlen.
Krankenversicherung PKV und GKV

Deutschland

  • In Deutschland besteht eine Pflicht zur Krankenversicherung. Der Versicherte hat die Wahl zwischen der gesetzlichen Krankenkasse oder der privaten Krankenversicherung. Der Leistungskatalog ist bei allen gesetzlichen Krankenkassen gleich. In der privaten Krankenversicherung ist der Leistungsumfang von den Tarifbedingungen abhängig.
  • Für die deutsche GKV gibt es Selbstbeteiligungen nach dem Sozialgesetzbuch für bspw. Medikamente, Bäder, Krankenhausaufenthalte und Massagen.
    In der Deutschen PKV gibt es Tarife mit und ohne Selbstbeteiligung.
  • Die deutsche GKV leistet für Zahnbehandlungen und Zahnersatz die Standardtherapie bzw. eine Kostenbeteilung der Regelversorgung. Für Prophylaxe gibt es keine Leistungen.
    Eine Absicherung durch eine deutsche Zusatzversicherung ist empfehlenswert.
  • In Deutschland sind Sie pflegepflichtversichert über Ihre GKV oder PKV. Im Pflegefall erhalten Sie Leistungen von der Pflegeversicherung. Eine ergänzende Pflegezusatzversicherung ist sinnvoll.

Wo soll ich mich als Grenzgänger krankenversichern?

Ihr Optionsrecht bei der Grundversicherung bietet Ihnen Flexibilität – aber auch die Qual der Entscheidung. Die Schweiz und Deutschland unterscheiden sich bei der Pflichtversicherung in einigen Punkten deutlich. Während im schweizer System der Leistungskatalog aller Krankenkassen bei der Grundversicherung identisch ist, bietet die deutsche gesetzliche Krankenversicherung zumindest bei den Zusatzleistungen gewisse Unterscheidungsmerkmale. Die deutsche private Krankenversicherung (PKV) ist hinischtlich der Leistungen (und Prämien) völlig individuell. Dort können Sie von Basisabsicherung bis Premiumschutz alles bekommen.

Wesentlicher Unterschied sind zudem Franchise bzw. Selbstbehalt sowie die Selbstbeteiligung ber der Krankenversicherung nach KVG. Die Selbstbeteiligung beteuted, dass von jeder Arztrechnung der Patient 10 Prozent selbst bezahlen muss bis zu einem Maximum von 700 CHF pro Jahr. Die Franchise (Selbstbehalt) von 300 CHF pro Jahr trägt ebenfalls der Versicherte. Solche Selbstbeteiligungen gibt es bei der PKV in Deutschland in verschiedenen Varianten auch. Je höher die Selbstbeteiligung pro Jahr, desto niedriger die Prämie für die Versicherung.

Im Bereich Pflegeversicherung und Leistungen für Zahnbehandlungen gibt es ebenfalls deutliche Unterschiede. Als in der Schweiz versicherter Grenzgänger besitzen Sie keine Pflegepflichtversicherung und erhalten so gut wie keine Erstattung für Zahnarztkosten. Eine Zusatzversicherung für Zähne und für den Pflegefall ist sehr ratsam. Im Gegenzug ist die Prämie für die Grundversicherung in der Schweiz, bspw. bei Sympany oder Helsana, deutlich niedriger, so dass die private Zusatzversicherung dadurch finanziert werden kann.

In Deutschland sind Sie pflegepflichtversichert. Die Beiträge werden von der jeweiligen gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung eingezogen. Im Ernstfall kann es jedoch zu großen finanziellen Versorgungslücken im Pflegefall kommen. Die Pflegeversicherung trägt die Kosten nur bis zu einem bestimmten Teil je nach Pflegegrad.

Das beste Angebot für Grenzgänger

  • Vergleich der besten Krankenkassen 2020
  • Krankenversicherung nach KVG und EU / EFTA

Grenzgänger Krankenversicherung nach Schweizer KVG – Grundversicherung

Das Krankenversicherungsgesetz ist Grundlage für die obligatorische Pflichtversicherung in der Schweiz. Bei Pendlern mit Wohnsitz in Deutschland und Erwerbstätigkeit im Nachbarland ist diese Variante mit Abstand die beliebteste. Denn sie bietet eine Vielzahl von Vorteilen.

Die Grundversicherung ist bei jedem Tarif für eine relativ günstige Prämie zu bekommen. Dabei sind Versicherungsgesellschaften wie SWICA, Sympany oder Helsana mit ihren Angeboten für Erwerbstätige und Familienangehörige sehr zu empfehlen.

Die Versicherungsprämie ist anders als bei der deutschen GKV nicht vom Eimkommen abhängig, sondern richtet sich nach bspw. nach Alter und Kanton der Arbeitstätigkeit. Somit zahlen sie auch bei mittlerem und hohem Einkommen als Grenzgänger nur relativ wenig für die Krankenversicherung.

Die Mitversicherung von Familienangehörigen ist in der Schweizer Krankenkasse möglich. Kinder zahlen circa 70 CHF und der Ehepartner circa die gleiche Prämie wie der Grenzgänger. Ist der Ehepartner bei einer gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland, können die Kinder dort kostenlos mitversichert werden.

Die Selbstbeteiligung sowie der Selbstbehalt bzw. Franchise sind natürlich ebenfalls ein Kostenfaktor. Wichtig zu wissen:

  • Selbstbeteiligung = Erwachsenen 700 CHF und Kinder 350 CHF pro Jahr
  • Franchsie bzw. Selbstbehalt = 300 CHF pro Jahr

Gesetzliche Krankenversicherung für Grenzgänger in Deutschland

In Deutschland ist die gesetzliche Versicherung obligatorisch bis zu einer definierten Beitragsbessungsgrenze. Als Grenzgänger mit Wohnsitz in Deutschland können Sie weiterhin die freiwillige Mitgliedschaft bei Ihrer Kasse nutzen.

Diese Variante ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie ein eher geringes Einkommen haben. Im Gegensatz zum schweizerischen Pendant richtet sich die Prämie bei AOK, Techniker und Co. nach Ihrem monatlichen Einkommen. Zusätzlich ist die Mitversicherung der Familienangehörigen kostenlos, was vor allem im Vergleich zur privaten Absicherung eine deutliche Ersparnis mit sich bringt.

Die medizinische Versorgung ist in Deutschland im Sozialgesetzbuch geregelt. Dieses ist Basis für den Leistungskatalog der Gesellschaft. Dennoch unterscheiden sich die Kassen hinsichtlich Zusatzbeitrag und Zusatzleistungen. Mit privaten Krankenzusatzversicherungen steigern Sie die Versorgung im Krankheitsfall.

Ein Nachteil der Grenzgänger Krankenversicherung über eine deutsche Kasse besteht, wenn Sie ärztliche Behandlungen auch in der Schweiz vornehmen lassen wollen. Der Praxisbesuch in der Nähe Ihrer Arbeitsstelle kann schnell zusätzliche Kosten für die Behandlungen in der Schweiz verursachen. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Leistungen von schweizerischen Ärzten nur bis zum Rechnungssatz nach KVG. Die darüber liegenden Kosten sind Ihr Eigenanteil.

Private Krankenversicherung – Privatpatient beim Arztbesuch

In Deutschland wird bei der medizinischen Vorsorge gerne von zwei-Klassen-Medizin gesprochen. Für Ihre Absicherung in der Schweiz können Sie sich das zunutze machen und sich für einen privaten Versicherungsschutz entscheiden. Der große Vorteil im Vergleich zu den obligatorischen Kassen: Sie können über Ihr Leistungspaket selbst bestimmen. Dabei ist eine möglichst langfristige Lebensplanung zu berücksichtigen. Sie sollten einen Tarif abschließen, der auch Leistungen abdeckt, die Sie erst in Zukunft benötigen könnten.

Interessant ist die private Krankenversicherung für Grenzgänger, wenn der Versicherungsschutz auch Behandlung in der Schweiz mit abdeckt. Ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen lohnt sich auf jeden Fall. Denn häufig gibt es Einschränkungen seitens der Versicherer. Eine umfängliche Abdeckung bieten meist nur die Premium-Tarife – die entsprechend Prämie kosten.

Die Kehrseite der PKV ist, dass Familienangehörige nicht kostenfrei versichert sind. Lebenspartner und Kinder können zwar denselben Versicherungsschutz erhalten, die Prämie für den Tarif erhöht sich  jedoch gleichermaßen. Müssen Sie als Alleinverdiener eine ganze Familie versichern, steigt der Versicherungsbeitrag deutlich über den Beitrag der schweizerischen Grundversicherung. Befinden Sie sich bereits in dieser Situation, empfiehlt es sich die schweizerische Versicherungspflicht zu nutzen und zu Sympany, Helsana und Co. zu wechseln.

Grundsätzlich sollten Sie bei der Entscheidung für die private Versicherung beachten, dass Sie ab einem gewissen Alter unter bestimmten Umständen nicht mehr in die gesetzliche zurück können. Das kann mitunter bedeuten, dass Sie auch bei einer geringen Rente die hohen Beiträge der privaten Krankenversicherung bezahlen müssen. Eine gute Altersvorsorge ist dafür wichtig.

Direkter Vergleich Ihrer 3 Optionen der Grenzgänger Krankenversicherung

Schweizer Krankenversicherung für Grenzgänger

Gesetzliche Krankenversicherung für Grenzgänger

Private Krankenversicherung für Grenzgänger

Vorteile

Vorteile

Vorteile

  • Sehr günstige Beiträge für Versicherungsnehmer + Familie

  • Familienangehörige kostenlos mitzuversichern 

  • Flexible, individuelle Gestaltung der Leistung 

  • Behandlungen in Deutschland und der Schweiz 

  • Verbleib in Deutscher Gesetzlichen Krankenkasse im Rentenalter

  • Beitrag nicht einkommensabhängig, sondern von Leistung 

  • Rückkehr in Deutsche Gesetzliche Krankenkasse garantiert

  • Private Zusatzversicherung möglich (ambulant/stationär/Zahn)

  • Behandlungen in der Schweiz können abgesichert werden

  • Kein Selbstbehalt / Selbstbeteiligung bei Behandlungen in Deutschland

  • Private Zusatzversicherung möglich (ambulant/stationär/Zahn)

Nachteile

Nachteile

Nachteile

  • Lediglich "Sachleistungen" bei Behandlung in Deutschland

  • Beitrag ist einkommenabhängig (Prozentual v. Einkommen)

  • Rückkehr in die GKV nur schwer oder gar nicht möglich 

  • Keine Leistung für Zahnbehandlungen 

  • Hoher Eigenanteil bei Arztbesuch in der Schweiz

  • Keine kostenlose Mitversicherung der Familienangehörigen

  • Private Pflegezusatzversicherung wichtig

  • Leistungskürzungen der GKV sind möglich 

  • Hohe Beiträge im Rentenalter

Krankenversicherung für Grenzgänger: Eine gute Beratung hilft bei der Entscheidung

Die Wahl der Grenzgänger Krankenversicherung ist eine Entscheidung für eine lange Zeit. Alle drei Varianten der obligatorischen und freiwilligen Absicherung sollten Sie dabei genau anschauen. Wägen Sie die Vor- und Nachteile jeder Option genau ab. Nicht immer ist die jetzt günstigste Variante auch bis zur Rente noch die sinnvollste. Bedenken Sie zudem: haben Sie einmal von Ihrem Optionsrecht in der Schweiz Gebrauch gemacht, kommen Sie nur noch in Ausnahmefällen wieder zurück in die Schweizer Krankenversicherung. Denken Sie langfristig.

  • Möchten Sie Familie haben?
  • Wie sollen Ihre Kinder versichert sein?
  • Arbeitet Ihr Lebenspartner aktuell und zukünftig?
  • In Deutschland oder in der Schweiz?
  • Bleibt Ihr Wohnsitz in Deutschland?
  • Haben Wie ist Ihre Vorsorge für die Rente?

Alle diese Komponenten sollten Sie in Ihren Überlegungen berücksichtigen. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen, die für Sie richtige Krankenversicherung für Grenzgänger und die beste Krankenkasse für Ihre Bedürfnisse zu finden.

familie_mit_kind

Rufen Sie uns an!

+49 7621 71172

Das beste Angebot für Grenzgänger

  • Vergleich der besten Krankenkassen 2020
  • Krankenversicherung nach KVG und EU / EFTA

Grenzgänger Krankenversicherung – die wichtigsten Fragen

Welche Versicherungsgesellschaft bietet eine Grundabsicherung in der Schweiz?

In der Schweiz gibt es eine Vielzahl an Krankenkassen, die Sie bei der Suche nach einer passenden Versicherung vergleichen können. Die Höhe des Krankenversicherungsbeitrags ist dabei nicht an Ihr Einkommen gekoppelt, sondern bemisst sich anhand anderer Faktoren wie bspw. Alter und Kanton. Für einen 26-jährigen Arbeitnehmer beginnen die günstigsten Krankenkassen bei circa 220 Schweizer Franken pro Monat. Wir vergleichen gerne die Anbieter und finden den besten Tarif für Ihre Bedürfnisse.

Als Krankenkasse empfehlen wir Swica, Sympany oder Helsana, die sich auf dieses Pendler-Modell fokussiert haben.

Was passiert bei Arbeitslosigkeit mit der Schweizer Versicherung?

Für Sie gilt das Wohnortsprinzip. Das bedeutet, dass im Falle der Arbeitslosigkeit das Arbeitslosengeld vom Wohnsitzstaat Deutschland bezahlt wird, obwohl Sie die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung im Beschäftigungsstaat Schweiz eingezahlt haben.

Wie komme ich zurück in die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland?

Die Rückkehr in die deutsche gesetzliche Versicherung ist nicht immer ganz einfach. Erst wenn Sie nach Deutschland zurückkehren und hier eine Tätigkeit aufnehmen, können Sie zurück in die GKV.
Wer bisher in der Schweiz gesetzlich krankenversichert war, kommt grundsätzlich (Vorversicherungszeit)  jederzeit in die deutsche gesetzliche Krankenkasse zurück. Bei privat versicherten empfehlen wir ein ausführliches persönliches Beratungsgespräch.

Was passiert bei Umzug in die Schweiz?

Falls Sie bereits nach Krankenversicherungsgesetz in der Schweiz versichert sind, können Sie bei dieser Krankenkasse bleiben. Je nach Kanton Ihres Wohnortes kann es zu einer Änderung des Beitrags kommen.Haben Sie noch keine schweizerische Versicherung, müssen Sie spätestens jetzt die Krankenkasse wechseln. Bis auf wenige Ausnahme tritt die Krankenversicherungspflicht als Aufenthalter ein. Wir helfen Ihnen gerne bei der Suche nach dem passenden Tarif da es vielfältige Tarifkombinationen gibt.

Was passiert bei Rückzug nach Deutschland?

Wenn Sie als Aufenthalter in der Schweiz waren oder als Grenzgänger eine schweizerische Absicherung hatten, müssen Sie bei einer Rückkehr nach Deutschland die Gesellschaft wechseln. Dabei spielen einige Faktoren eine Rolle wie bspw.

  • Neuer Arbeitgeber bzw. Arbeitsvertrag
  • Höhe des Einkommens
  • Renteneintritt oder weitere Berufstätigkeit
  • Alter

Grundsätzlich können Sie bei einem Einkommen unterhalb der Jahresarbeitsentgeldgrenze in die gesetzliche Kasse zurückkehren. Dabei muss Sie jede Versicherungsgesellschaft in Deutschland annehmen.

Benötige ich eine Krankenzusatzversicherung in Deutschland?

Bei Grenzgängern ist eine Krankenzusatzversicherung sinnvoll. Die Grundversicherung in der Schweiz deckt die wichtigste medizinische Versorgung ab. Für zusätzliche Kosten und privatärztliche Behandlungen existiert jedoch keine Kostenübernahme. So sind Chefarztbehandlung und Einbettzimmer private Wahlleistungen, die Sie selbst bezahlen müssen.

Der Zahnarztbesuch ist durch die Grundversicherung für Grenzgänger überhaupt nicht abgedeckt. Sämtliche Kosten sind aus eigenen Mitteln zu bezahlen. Eine private Zahnzusatzversicherung übernimmt bis zu 100 Prozent der gesamten Zahnarztrechnung.

Komme ich als privat Versicherter zurück in die gesetzliche Versicherung?

Normalerweise nicht. Wenn Sie in der privaten Krankenversicherung sind, können Sie nur in bestimmten Situationen zurück zu einer normale Krankenkasse. Die Kasse muss Sie aufnehmen, wenn Sie ein Einkommen unterhalb der Jahresarbeitentgeltgrenze von aktuell 60.750 Euro Brutto pro Jahr haben (Stand 2019). Diese Grenze wird jedes Jahr neu angepasst.

Zusätzlich müssen Sie in einem Angestelltenverhätnis sein. Selbstständige haben so gut wie keine Chance. Ebenso schwierig ist es, wenn Sie das 55 Lebensjahr bereits erreicht haben.

Welches ist die beste Versicherung für Grenzgänger?

Prinzipiell bieten alle schweizerischen Gesellschaften eine Grundversicherung an, bei der die Leistungen sich nicht oder nur marginal unterscheiden. Ähnlich wie in Deutschland ist der Leistungskatalog gesetzlich geregelt. Allerdings gibt es nur wenige, die den Wohnort Deutschland aktzeptieren. Mit Zusatzversicherungen erhöhen Sie den Versicherungsschutz und passen ihn auf Ihre Bedürfnisse an.

Als Versicherer für die Grundversicherung sind die Schweizer Kassen Helsana, Sympany und Swica sehr zu empfehlen. 2020 gibt es die günstigsten Tarife ab 186,00 Euro. Sprechen Sie uns an.

Ist eine zusätzliche Unfallversicherung wichtig?

Die Versicherungspflicht in der Schweiz beinhaltet ebenfalls eine gesetzliche Unfallversicherung. Anders als in Deutschland deckt diese nicht nur Unfälle am Arbeitsplatz oder auf dem Arbeitsweg ab, sondern beinhaltet auch Leistungen für Nichtberufsunfälle (NBU). Als Arbeitnehmer sind Sie beim Krankenversicherer auch für Unfälle in der Freizeit versichert. Eine freiwillige Unfallversicherung mit höheren Leistungen können Sie zusätzlich abschließen oder aber auch eine bestehende Absicherung kündigen, wenn Ihnen der gesetzlich garantierte Schutz ausreicht.

Welche Formulare benötige ich für die Befreiung von der Versicherungspflicht?

Für die Befreiung von der obligatorischen Versicherungspflicht in die Schweiz benötigen Sie einen Nachweis durch Ihren deutschen Krankenversicherer. Mit der europäischen Versicherungskarte bestätigt er den Versicherungsschutz für Sie. Dieses Formular benötigen Sie für die Befreiung.

Wie werden Arztbesuche bei meinem Wohnsitz abgerechnet?

Wenn Sie einen Arzt in Deutschland besuchen, rechnet Ihre deutsche Aushilfkasse direkt mit der Schweizer Gesellschaft ab. Dafür benötigen Sie zunächst das Formular E-106 durch Ihren Krankenversicherer. Mit diesem Formular können Sie eine deutsche Aushilfskasse auswählen, von der Sie eine normale Versichertenkarte erhalten. Mit dieser wiederum können Sie ganz normal bei Ihrem Wohnsitz zum Arzt und Zahnarzt gehen.

Welche Krankenversicherung als Grenzgänger ist die Richtige? Rufen Sie uns an.
Wir sind werktags von 8 bis 20 Uhr für Sie telefonisch erreichbar.