Wie kann ich als Grenzgänger Steuern sparen?

 

Grenzgänger bezahlen in der Schweiz die Quellensteuer und unterliegen vollumfänglich der Steuerpflicht in Deutschland. Bei den hohen Gehältern im Nachbarland fragen sich viele Grenzgänger, wie sie ihre Steuerlast verringern können. Eine Möglichkeit stellt die freiwillige Altersvorsorge dar. Allerdings steht die 3. Säule des Schweizer Altersvorsorgesystems, die steuerlich geförderte freiwillige Versorgung, nur Arbeitnehmern zu, die in der Schweiz leben. Dennoch können auch Grenzgänger aus Deutschland eine steuerlich geförderte Altersvorsorge in Betracht ziehen, um Steuern zu sparen und zugleich für das Rentenalter vorzusorgen.

Die Grenzgänger-Direktversicherung

Die Direktversicherung dient dazu, die Lücke zwischen dem Nettoverdienst als Arbeitnehmer und dem gesetzlichen Rentenanspruch zu schließen. Dafür zahlen die Versicherten einen Teil ihres Gehalts ein, der verzinst oder in Fondsprodukte angelegt wird. Sie können zudem entscheiden, ob sie die Leistung als monatliche Rente oder als Kapitalauszahlung beziehen möchten. Die Oberfinanzdirektion Karlsruhe hat entschieden, dass auch Grenzgänger von dem Direktversicherungsmodell Gebrauch machen können.

So können Arbeitgeber in der Schweiz für ihre deutschen Arbeitnehmer eine Direktversicherung in Deutschland abschließen. Die Arbeitnehmer können bis zu 6.624 Euro im Jahr (Stand 2020) von ihrem Gehalt umwandeln und steuerfrei in ihre Altersvorsorge investieren. Dadurch sparen sie als Grenzgänger Steuern und sorgen zugleich für das Alter vor.

Direktversicherung für Grenzgänger

  • Steuern sparen mit einer Direktversicherung
  • Sparen Sie fürs Alter

So funktioniert die Direktversicherung

Der Arbeitgeber schließt mit einem deutschen Versicherungsunternehmen eine Direktversicherung für seinen Mitarbeiter ab. Er fungiert zeitgleich auch als Versicherungsnehmer. Das bedeutet, der Betrieb überweist dem Angestellten sein Gehalt, behält aber den Beitrag zur Direktversicherung ein. Diesen überweist er an die Versicherung.

Da der deutsche Arbeitnehmer weniger Gehalt bezieht, reduziert sich auch seine Steuerlast. Die steuerliche Entlastung erfolgt somit über die verringerte Steuervorauszahlung oder über die Einkommenssteuererklärung.

Die Basisrente für Grenzgänger

Die Basis- oder auch Rürup Rente ist ein staatlich gefördertes Altersvorsorgeprodukt, das sich vor allem an Selbstständige und Gutverdiener richtet. Doch auch Grenzgänger können von den Vorteilen dieser Rentenversicherung profitieren. Denn die Beiträge zur Basisrente sind während der Ansparphase steuerlich gefördert. Sie lassen sich als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Somit reduzieren die Beiträge das zu versteuernde Einkommen. 2020 lassen sich 90 Prozent der einbezahlten Beiträge steuerlich geltend machen – maximal bis zum geförderten Höchstbetrag.

Bis 2025 wird die Abzugsfähigkeit auf bis zu 100 Prozent angehoben. Bei der Basisrente ist außerdem die Zustimmung des schweizerischen Arbeitgebers nicht notwendig.

  • 2020 sind Aufwendungen zur Basisrente in Höhe von 25.046 Euro als Sonderausgaben abzugsfähig. Bei Verheirateten gilt der doppelte Betrag.

Hinweis zur privaten Rentenversicherung und Riester Rente

Neben den staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukten wie der Direktversicherung und der Basisrente können Grenzgänger auch eine klassische private Rentenversicherung oder eine Riester Rente abschließen. Diese Produkte sind grundsätzlich sinnvoll, da sie die Versorgungslücken im Alter schließen.

Allerdings profitieren Grenzgänger bei keinem der klassischen Altersvorsorgeprodukte von einem Steuervorteil. Eine Ausnahme besteht nur bei Riester-Verträgen, die vor 2010 abgeschlossen wurden.

Als Grenzgänger Steuern sparen mit Immobilien

Immobilien sind eine beliebte und beständige Altersvorsorge. Und vor allem in Zeiten des Niedrigzins scheinen Kapitalanlageimmobilien eine geeignete Form, um für das Alter vorzusorgen. In erste Linie steht dabei das eigene Eigentum im Raum, womit sich im Alter Mietzahlungen verhindern lassen. Unter steuerlichen Aspekten sind hingegen diejenigen Immobilien interessanter, die nicht (ausschließlich) selbst bewohnt, sondern vermietet werden. 

Denn dabei lassen sich Kreditzinsen, Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung, Grundsteuer, Nebenkosten und weitere Posten von der Steuer absetzen. Allerdings wird durch das Vermieten einer Immobilie ein weiteres, steuerpflichtiges Einkommen erzielt und mit Kapitalanlageimmobilien sind auch einige Risiken verbunden. Daher sollten sich Grenzgänger, die eine Immobilie als Kapitalanlage nutzen möchten, ausführlich beraten lassen.

Steuervorteile nutzen und für das Alter vorsorgen

Altersvorsorgeprodukte bieten gleich zwei entscheidende Vorteile: Sie können als Grenzgänger Steuern sparen und zeitgleich ein finanzielles Polster für das Alter aufbauen. Welche Altersvorsorge allerdings für Sie geeignet ist, richtet sich nach Ihren persönlichen Bedürfnissen und zukünftigen Zielen. Als langjährige Experten für Grenzgänger beraten wie Sie gerne zu dem Thema.

Wir helfen Ihnen dabei, das passende Altersvorsorgeprodukt zu finden, das zu Ihrem Bedarf passt. Rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns eine Nachricht und vereinbaren Sie einen Termin mit uns.

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Autor: Daniel Seeger, Geschäftsführer ZVO & Sekurata – die Grenzgänger Spezialisten
Letzte Aktualisierung: 26.06.2020

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