Als Deutscher in der Schweiz arbeiten:

Das müssen angehende Grenzgänger beachten

  • Arbeitsbedingungen in der Schweiz

  • Bewilligung und Arbeitserlaubnis

  • Steuern für Grenzgänger

  • Versicherungen als Grenzgänger

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Als Deutscher in der Schweiz arbeiten: Das müssen Sie beachten

Die Alpen vor der Tür, eine blühende Wirtschaft mit internationalen, renommierten Firmen und hohe Gehälter: Die Schweiz gehört zu den beliebtesten Ländern für Auswanderer. Dabei überzeugt das landschaftliche reizvolle Land vor allem mit Löhnen, die weit über dem in Deutschland typischen Niveau liegen. Doch gilt es nicht zu vergessen, dass die Lebenshaltungskosten in der Schweiz auch viel höher sind. Wenn Sie also wirklich gut von Ihrem schweizerischen Gehalt leben möchten, sollten Sie in Deutschland wohnen und im Nachbarland arbeiten.

Wer aus dem Gesundheitswesen, der IT-Branche oder der Gastronomie kommt, hat in der Schweiz besonders gute Chancen. Denn Fachkräfte werden immer gesucht – nicht nur in diesen Branchen. Doch gibt es einige wesentliche Unterschiede im Arbeitsleben zwischen der Schweiz und Deutschland. Angefangen bei den Bewerbungen bis hin zum Versicherungsschutz als Grenzgänger. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, worauf Sie als Deutscher in der Schweiz achten müssen, wenn Sie sich bewerben und Ihre erste Arbeitsstelle im Nachbarland antreten.

Das wichtigste in Kürze
  • Die Schweiz lockt mit einer stabilen Wirtschaft, hohen Löhnen und langen Arbeitsverhältnissen.
  • Wer in Deutschland wohnt und in die Schweiz zum Arbeiten pendelt, muss eine Grenzgängerbewilligung beantragen.
  • Grenzgänger zahlen in dem Land Steuern, in dem sie wohnen. Zusätzlich darf die Schweiz die „Quellensteuer“ einbehalten.
  • In der Schweiz gibt es eine Krankenversicherungspflicht, von der sich Grenzgänger allerdings befreien lassen können.
  • Wir empfehlen ein Bankkonto in der Schweiz mit niedrigen Gebühren zu eröffnen. Zusätzlich ein deutsches Konto, das ebenfalls nur geringe Kosten verursacht
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Wie sieht der Arbeitsmarkt in der Schweiz aus?

Die Schweiz erfreut sich seit vielen Jahren einer stabilen Wirtschaft. So können sich Deutsche, die in der Schweiz arbeiten, meist auf ein langes Arbeitsverhältnis einstellen. Gefragt sind im Nachbarland allem voran Fachkräfte. Doch auch Ausbildungsplätze werden jedes Jahr an Grenzgänger vergeben. Als die größten Arbeitgeber des Landes zählen die Unternehmen Nestlé, Glencore International, ABB, Novartis und Roche. Auch Coop und Migros beschäftigen mehrere Tausend Mitarbeiter. Wer als Deutscher in der Schweiz Arbeit sucht, kann sich direkt an die Bewerberpools der großen Unternehmen richten. Außerdem gilt Job.ch als führende Jobbörse in dem Land. Es gibt auch Börsen, die sich an spezielle Branchen richten.

Wie auch in anderen Ländern leidet die Schweiz unter einem Fachkräftemangel. Somit sind Bewerber aus folgenden Branchen besonders gefragt:

  • Gesundheitswesen: In der Kranken- und Alterspflege sowie als Arzt, Pharmazeut, Medizintechniker und medizinische Angestellte stehen die Chancen gut, einen Job in der Schweiz zu finden.
  • IT: Die Digitalisierung schreitet weiterhin voran. IT-Experten sind sowohl in großen Konzernen wie auch in kleineren Betrieben gefragt.
  • Ingenieure: Zahlreiche Ingenieure werden in der Schweiz in Unternehmen des Maschinenbaus, der Industrie und Pharmazie sowie der Lebensmittelherstellung beschäftigt.
  • Gastronomie: In der Gastronomie werden sowohl Fachkräfte wie auch Saisonarbeiter gesucht. Gerade im Winter ist die Nachfrage nach Aushilfskräften für die Saison groß.

Arbeitsbedingungen in der Schweiz

Die Schweiz zahlt durchschnittlich höhere Gehälter als Unternehmen in Deutschland. Doch gibt es einige Unterschiede bei den Arbeitsbedingungen:

  • Der Urlaubsanspruch beträgt bei Arbeitnehmern über 20 Jahre mindestens vier Wochen im Jahr. Unter 20 Jahre (Auszubildende) haben einen Anspruch von fünf Wochen jährlich.
  • Erwerbstätige Frauen, die ein Kind erwarten, haben ab der Geburt Anspruch auf 14 Wochen Mutterschaftsurlaub. Dabei erhalten sie etwa 80 Prozent ihres Lohns, je nach Bestimmungen.
  • Die Wochenarbeitszeiten liegen zwischen 40 und 44 Stunden.

Während der Probezeit gilt eine Kündigungsfrist von sieben Tagen. Bei festen Arbeitsverhältnissen gibt es verschiedene Regelungen, die im Arbeitsvertrag festgehalten werden.

Gehälter

Einen Mindestlohn gibt es in der Schweiz nicht. Doch ist das Lohnniveau im Allgemeinen hoch. Die Gehälter sind nach einer Studie der UBS sogar drei- bis viermal so hoch wie in Deutschland. So liegt das durchschnittliche Bruttoeinkommen in der Schweiz bei rund 78.000 Franken, was etwa 70.000 Euro entspricht. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Bruttoeinkommen in Deutschland beträgt laut dem Statistischen Bundesamt etwa 48.000 Euro. Das ZDF ermittelte hingegen ein Durchschnittseinkommen, das mit 35.880 Euro deutlich darunterliegt. In jedem Fall kann der Lohn als Deutscher in der Schweiz bis zu 50 Prozent über dem Gehalt in Deutschland liegen.

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Das Bewerbungsschreiben

Das Bewerbungsschreiben für eine Stellenanzeige in der Schweiz unterscheidet sich kaum von den Anforderungen in Deutschland. So sollte es nicht mehr als eine Seite umfassen und zusätzlich einen tabellarischen Lebenslauf mit Bewerbungsfoto beinhalten. Gerade sprachliche Fähigkeiten sollten in der Schweiz hervorgehoben werden, da in einigen Teilen des Landes neben Deutsch auch Französisch und Italienisch gesprochen wird. Gutes Englisch wird vor allem in internationalen Konzernen als Grundvoraussetzung betrachtet.

Zu beachten ist, dass es in der Schweiz kein „ß“ gibt. Dieses wird durch „ss“ ersetzt. Außerdem legen die Arbeitgeber großen Wert auf Referenzen und Empfehlungen. Bewerber sollten sich darauf vorbereiten, dass der potenzielle Arbeitgeber nach Kontaktdaten für Referenzen fragt. Dabei kann es sich um frühere Arbeitgeber oder auch Professoren handeln.

Als deutscher Grenzgänger in der Schweiz arbeiten: Bewilligung und Arbeitserlaubnis

Für Angehörige aus der EU gilt die Personenfreizügigkeit. Das bedeutet, sie dürfen in die Schweiz einreisen, arbeiten und sogar leben. Allerdings benötigen sie, wenn sie länger als drei Monate bleiben möchten, eine Aufenthaltsbewilligung. Wer hingegen in Deutschland wohnt und in die Schweiz zum Arbeiten pendelt, muss eine Grenzgängerbewilligung beantragen. Um den sogenannten „Ausweis G“ zu erhalten, sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Sie sind Staatsangehöriger eines EU/EFTA-Staates
  • Sie wohnen in einer Grenzregion zur Schweiz
  • Sie besitzen einen Arbeitsnachweis vom schweizerischen Arbeitgeber (Arbeitsvertrag)

Der Grenzgängerausweis wird im Regelfall vom Arbeitgeber beantragt.

Steuern für Grenzgänger

Wer als Deutscher in der Schweiz beruflich tätig ist, unterliegt dem sogenannten Doppelbesteuerungsabkommen. Demzufolge zahlen Grenzgänger in dem Land Steuern, in dem sie wohnen. In diesem Fall in Deutschland. Zusätzlich darf die Schweiz die „Quellensteuer“ einbehalten. Diese beträgt 4,5 Prozent des Bruttoeinkommens und wird direkt vom Arbeitgeber abgezogen. Allerdings wird die Quellensteuer in Deutschland auf die Einkommenssteuer angerechnet. Diese wird nicht ausbezahlt, mindert jedoch die Steuerlast.

Besonderheiten im Home Office

Mit einer Grenzgängerbewilligung sind einige Vorteile verbunden, vor allem in Bezug auf die Versicherung und Steuern. Allerdings kann die Arbeit im Home-Office diese gefährden. Denn der Grenzgänger-Status entfällt, wenn die Pendler nicht mindestens an 60 Tagen im Jahr von ihrer Arbeitsstätte in der Schweiz an ihren Wohnort zurückkehren. In diesem Fall müssen sie die Steuer nicht mehr in Deutschland, sondern in der Schweiz abführen.

Versicherungen: Als Deutscher in der Schweiz richtig versichert sein

Im Hinblick auf die Versicherungen unterscheidet sich die Schweiz kaum von Deutschland. So gibt es eine Krankenversicherungspflicht, von der sich Grenzgänger allerdings befreien lassen können. Außerdem die gesetzliche Renten- sowie Unfallversicherung. Letztere bietet optional bessere Leistungen als die Unfallversicherung in Deutschland, da sie auch bei Freizeitunfällen leisten kann.

Die Krankenversicherung

Spätestens drei Monate nach Aufnahme der beruflichen Tätigkeit in der Schweiz besteht die Pflicht, sich in der schweizerischen Krankenversicherung abzusichern. Das bedeutet für Grenzgänger, sie versichern sich in der gesetzlichen Krankenversicherung der Schweiz oder machen von ihrem Optionsrecht Gebrauch und lassen sich von der Versicherungspflicht befreien. In diesem Fall können sie sich in der deutschen Krankenkasse oder in der privaten Krankenversicherung absichern.

Möchten Deutsche nicht nur in der Schweiz arbeiten, sondern sich auch dort krankenversichern, werden sie Mitglied einer hiesigen Krankenkasse. Damit können sie Leistungen in der Schweiz beanspruchen. Zusätzlich erhalten sie bei einer sogenannten deutschen Aushilfskasse Kassenleistungen in ihrem Wohnland. Allerdings müssen die Versicherten den gesetzlich vorgeschriebenen Eigenanteil für Heilbehandlungen in der Schweiz und die kassentypischen Zuzahlungen in Deutschland leisten.

Wer sich hingegen in Deutschland krankenversichert, kann zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung wählen. Die PKV bietet spezielle Tarife, die mindestens den Grundleistungen der schweizerischen Krankenversicherung entsprechen. Um jedoch das Optionsrecht zu nutzen und sich von der Versicherungspflicht befreien zu können, sind Fristen und Voraussetzungen zu erfüllen.

Tipp: Die Pflegeversicherung stellt in der Schweiz keine Pflichtversicherung dar. Im Leistungsfall haben die Versicherten somit lediglich Anspruch auf Sachleistungen der deutschen Krankenkasse. Doch auch für freiwillig Versicherte in der GKV sind die Leistungen bei Pflegebedürftigkeit unzureichend. Aus diesem Grund empfehlen wir den Abschluss einer separaten Pflegezusatzversicherung.

Die gesetzliche Unfallversicherung

Der Arbeitgeber übernimmt die Kosten für die gesetzliche Unfallversicherung. Diese leistet bei Betriebsunfällen. Zusätzlich können die Arbeitnehmer die Nichtbetriebsunfallversicherung (NBU) abschließen. Diese zahlt auch bei Freizeitunfällen. Die Kosten für die NBU werden vom Arbeitnehmer bezahlt und sind vom berufsbezogenen Risiko und dem Einkommen abhängig.

Die schweizerische Unfallversicherung übernimmt die Heilungskosten und weitere Leistungen wie Tagegelder und Renten.

Die Rentenversicherung

Wer in der Schweiz arbeitet, muss in die gesetzliche Rentenkasse (AHV) einbezahlen. Die Leistungen der AHV sind in der Regel höher als die Rentenansprüche in Deutschland. Doch reichen auch diese häufig nicht aus, um den Lebensstandard im Alter zu halten. Daher ist es ratsam, zusätzlich eine private Altersvorsorge abzuschließen.

Personen, die in der AHV versichert sind, sind obligatorisch auch in der Invalidenversicherung (IV) abgesichert. Diese hat zum Ziel, Menschen, die durch eine gesundheitliche Beeinträchtigung arbeitsunfähig geworden sind, wieder in der Arbeitswelt zu integrieren. Sollte dies nicht möglich sein, zahlt die IV eine Invalidenrente.

Weitere optionale Versicherungen für Grenzgänger

Kfz-Haftpflichtversicherung

Wer ein Fahrzeug zulassen möchte, muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung nachweisen. Diese leistet bei Schäden Dritter. Zusätzlich können eine Teil- oder Vollkaskoversicherung für Eigenschäden sinnvoll sein.

Die Privathaftpflichtverischerung

Die Privathaftpflichtversicherung schützt die Versicherten bei Schadensersatzansprüchen Dritter. Sie bietet weltweiten Versicherungsschutz

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen auf dem Markt. Diese schützt die finanzielle Existenz der Versicherten, wenn diese ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können.

Die Rechtsschutzversicherung

Mit einer Rechtsschutzversicherung können die Versicherten ihr Recht geltend machen – notfalls auch vor Gericht. Für Grenzgänger empfehlen sich spezielle Tarife, die zusätzlich einen Steuer- und Sozialrechtsschutz für die Schweiz beinhalten.

Die Wohngebäude-/Hausratversicherung

Die Wohngebäude- und Hausratversicherung schützen das Eigenheim beziehungsweise das Inventar, wenn dieses durch diverse Risiken wie Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel oder Einbruchdiebstahl zerstört oder beschädigt werden.

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Finanzen: Als Deutscher in der Schweiz ein Bankkonto eröffnen

Die meisten Grenzgänger eröffnen ein Bankkonto in der Schweiz, auf welches der Arbeitgeber den Lohn bezahlt. Grundsätzlich kann dieser das Gehalt auch auf ein deutsches Konto überweisen. Daraus resultiert allerdings der Nachteil, dass der Lohn beim Überweisen zum Tageskurs in Euro gewechselt wird. Wer hingegen ein Konto im Nachbarland eröffnet, kann den Wechsel in Euro selbst vornehmen – bestenfalls zu einem guten Tageskurs. Doch sind die Kosten für ein Konto in der Schweiz häufig höher als in Deutschland. Daher gilt es abzuwägen, welche Option rentabler ist.

Wir empfehlen häufig, ein Bankkonto in der Schweiz mit niedrigen Gebühren zu eröffnen. Zusätzlich ein deutsches Konto, das ebenfalls nur geringe Kosten verursacht. Dazu eignen sich Onlinebanken gut, bei denen die Kunden eine bestimmte Anzahl an Buchungen im Monat freihaben.

Fazit: Als Deutscher in der Schweiz gibt es einiges zu beachten

Wer in der Schweiz arbeiten und in Deutschland wohnen möchte, genießt viele Vorteile. Die höheren Gehälter im Nachbarland und eine gute Kranken-, Renten- und Unfallabsicherung. Doch müssen Grenzgänger auch so einiges beachten. Nicht nur in Bezug auf die Arbeitsbewilligung. Sondern auch bereits bei der Eröffnung eines Bankkontos und bei den Steuern. Vor allem, wenn sie regelmäßig im Home-office arbeiten.

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Mit unserer Checkliste halten Sie ein nützliches Tool in den Händen, dass Ihnen dabei hilft, die wichtigsten Themen im Auge zu behalten. Doch vor allem bei komplexen Themen empfehlen wir Ihnen, sich umfangreich beraten zu lassen. Gerade in Bezug auf die richtige Krankenversicherung für Grenzgänger gibt es so einiges zu beachten. Unsere Experten beraten Sie gerne rund um das Thema Versicherungen und unterstützen Sie bei einem reibungslosen Berufsstart als Deutscher in der Schweiz!

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